Archiv für den Monat August 2014

innenputz II

P1210154_1024Für die letzte Schicht des Innenputzes mussten die Maurer ihre ursprüngliche Skepsis den Frauen gegenüber („This work needs technocrats!“) gründlich überdenken: mit der Qualität der von den Frauen in traditioneller Technik erstellten Oberflächen können Kelle und Traufel einfach nicht mithalten. Und darum hat Matata jetzt auch für die letzte Putzschicht innen Frauen engagiert.

very best friends

P1210025_1024Know-How aus Ostafrika und Osttirol treffen derzeit im carpentry-workshop der Missionsstation Lomin auf einander: aus edlem heimischen Mahagoni-Holz fertigen Hannes und Alex gemeinsam die ersten Möbel für das Healthcare-Centre Mondikolok. Über die Arbeitsweise des anderen staunen beide – und natürlich waren sie gleich vom ersten Tag an very best friends.

innenputz I

P1210077_1024Für jedes Einsatzgebiet gibt’s den richtigen Lehm: während der fette rote Lehm für Ziegel, Mörtel und Grobputz direkt am Grundstück vorkommt, gibt’s knapp 400 Meter weiter südlich den richtigen Lehm für den Innenputz: mager, hellgrau und „very smooth“ – und somit in gestalterischer, technischer und logistischer Hinsicht genau den Anforderungen entsprechend.

600 fäden

P1210115_1024

600 Einzelfäden muss Alice in ihren Webstuhl einspannen, bevor sie in unter Silva’s Regie mit dem Weben der Textilien für unser Healthcare-Centre beginnen kann. Dass für uns handgewobene Stoffe sonderangefertigt werden können, ist übrigens Lady Lomin zu verdanken, der Weberei in der Missionsstation Lomin.

leaving home, going home

P1210116_1024VIele Freunde haben wir mittlerweile im Bezirk Kajo-Keji – und bei jedem einzelnen muss sich Christoph natürlich verabschieden, bevor er voll bepackt die lange Heimreise antritt.

Ich, David, haben meinen Rückflug hingegen noch ein weiteres Mal um ein paar Wochen verschoben, um den letzten Schliff der Gebäude hautnah mitzuerleben.

„Safe journey, X-topha!“

jede menge kabel

P1210072_1024

Der Raum zwischen Dach und Lehmdecke ist nicht nur für die Verkabelung des Gebäudes gut geeignet, sondern auch ein erstaunlich gemütliches Plätzchen. Drum scheinen sich unsere Elektriker Jimmy und Peter – die übrigens verlässlich, gut ausgebildet und hoch motiviert sind – dort recht wohl zu fühlen.

wasser sammeln

P1210059_1024Auf über 300 m2 Dachfläge des Administrationsgebäudes sammelt sich eine Menge Regenwasser: eine Ressource, die wir nicht ungenutzt lassen möchten! Das Montieren einer entsprechenden Regenrinne ist der erste Schritt dazu.

container

P1210011_1024

Am Fuso ist der lang erwartete Container mit Material für die infrastrukturellen Dinge (PV-Anlage, Kabel etc.) nun endlich mit sechswöchiger Verspätung angekommen. Und weil Christoph’s Abreise ja schon vor der Tür steht, haben wir zum Entladen ausnahmswise einen Arbeits-Sonntag eingelegt.

Für die Verzögerung gibt’s übrigens jede Menge Gründe: unter anderem eine Panne im Niemandsland zwischen Uganda und dem Südsudan – und eine weitere knapp 100 m nach der Grenze.

farbe

P1210007_1024

Bevor die letzten Schichten des Außenputzes kommen, greifen wir anständig in die Farbkiste: bunte Türen der Behandlungs- und Untersuchungsräume sollen dem Gebäude nicht nur ein freundliches Erscheinungsbild geben, sondern vor allem eine Orientierungshilfe für Personen bieten, die nicht lesen können. Schon bei den ersten Pinselstrichen hat’s positives Feedback von unseren Arbeitern und vielen Passanten gegeben. Sie freuen sich schon riesig auf die Fertigstellen – und uns geht’s genauso.

lehmbau rückwärts

P1200587_1024

Wer in Afrika baut, darf sich nicht allzu schnell frustrieren lassen: eine Stunde nachdem wir darüber informiert wurden, dass der LKW mit dem benötigten Elektro-Material (auf das wir bereits mehrere Wochen warten) kurz vor der Grenze in den Südsudan mit Motorschaden bereits vor einigen Tagen liegen geblieben ist, haben wir bemerkt, dass uns die Maurer wiedereinmal nicht geglaubt haben, dass man Lehmputz einfach nicht so dick ausführen kann wie Zementputz. Unsere Entscheidung, den Putz der Laibungen herunterzuschlagen und neu anzuwerfen, ist zwar nicht gut angekommen, war aber absolut notwendig.

drill-hendl

drill-hendlGelegentlich hat die Baustelle auch einen Einfluss auf unser Sonntagsprogramm: zum Beispiel bei den Akkuschrauber-betriebenen Grillhendln.

Dass die beiden Tiere bereits einige Jahre am Buckel hatten, haben wir übrigens erst beim Essen bemerkt.

matata’s leiter

P1200408_1024Schneller als nötig bewegen sich unsere Arbeiter nur im Ausnahmefall – doch das schnelle Handeln erschien unserem Polier Matata sehr nötig, als wir ihn gefragt haben, wie er denn die Leiter wieder entfernen möchte.

putz-frauen

P1200386_1024Nur die mutigsten Frauen aus Mondikolok wagen sich auf die wackeligen Gerüste, die unsere Maurer zusammengezimmert haben und tragen in luftiger Höhe die erste dünne Schicht des Lehmputzes auf. Um die Oberflächen widerstandsfähiger zu machen, kommt dabei unter anderem eine traditionelle Technik zum Einsatz.

kochtopf I

P1200320_1024Da Holz aus Termitenschutz-Gründen für den Einsatz im direkten Kontakt mit den Lehmwänden nicht geeignet ist, betonieren wir robuste Arbeitsflächen. Als Waschbecken wird später ein Kochtopf dienen, der bereits beim Betonieren als Platzhalter zum Einsatz kommt.

%d Bloggern gefällt das: