Archiv für den Monat Juli 2014

wasser von oben, termiten von unten

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Wenn die nötigen Wartungsarbeiten entsprechend durchgeführt werden, sind die lokal üblichen Tukuls eine tolle Sache – doch  das in dem David und Eva seit einem Monat wohnen, hat so seine Probleme. Ob die notdürftige Reparatur tatsächlich etwas bringt, wird sich zeigen.

abwasser

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Auch an der Infrastruktur wird fleißig gearbeitet: es wird gegraben, Rohre werden verlegt, Putzschächte werden betoniert und auch die PTU für die Kläranlage wird fürs Betonieren vorbereitet.

lehmspielzeug

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Während die Maurer dabei sind, die letzten Lehmziegel zu versetzen, spazieren zwei Buben über unsere Baustelle und zeigen uns stolz, was man mit Lehm sonst noch so machen kann: Spielzeug zum Beispiel.

kabelsalat in mombasa

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Hilfe aus dem Pongau ist da: Terry und Hans sind schon fest dabei, die Schlitze für die Elektroinstallationen ins Mauerwerk zu stemmen und wundern sich, wie hart die ungebrannten Lehmziegel sind.
Da die Kabel, für die die Schlitze vorgesehen sind, jedoch einen ganzen Monat im Hafen von Mombasa verbracht haben, ist noch ungewiss, ob sie tatsächlich rechtzeitig ankommen…

smearing

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Da die Herstellung der Lehmoberflächen traditioneller Weise Frauen-Arbeit ist, sind wir uns noch nicht ganz sicher, ob wir unsere Maurer, oder doch die Frauen aus Mondikolok engagieren werden. Während die Maurer der Sache noch skeptisch gegenüber stehen, hilft uns unsere Nachbarin Anett Muja auf jeden Fall schon begeistert dabei, Muster aus unterschiedlichen Lehmsorten in traditionellen Techniken herzustellen.

senke can carry

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Recht ungeduldig haben unsere Maurer schon der lange ersehnten Lieferung der letzten vier Fenster entgegengefiebert, doch als sie dann endlich fertig waren, teilte uns der Fahrer Yuma mit, er habe leider keine Zeit zum Liefern. Aber „no problem, Senke can carry“ – und schon waren sie am Gepäckträger unseres Motorrads montiert.

kiju pinselt

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Noch nie zuvor hatte er Pinsel in den oder Farbe an den Händen, doch beim Grundieren der Deckenträger hat unser treuester Arbeiter Emanuel Kiju seine neue Leidenschaft entdeckt: das Pinseln.

grobputz

P1200041_1024Die „Registration“ soll später einmal die erste Anlaufstelle für Patienten sein – und auch für den Lehm-Grobputz ist sie die erste Experimentierfläche.

unterstützung

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Für infrastrukturelle Angelegenheiten – wie zum Beispiel die Abwasseranlage – werden wir vom BBM und einigen Handwerkern aus Uganda unterstützt: Seit Donnerstag sind Lawrence und Robert aus Gulu bei uns und bereiten alles für’s Betonieren der Vorklärbecken vor.

drei jahre

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Mit vierstündiger Verspätung, Dekoration aus Luftballons und Klopapier-Girlanden (kein Witz!), Festreden, Militäraufmarsch, traditionellen Tänzen, marching-band, Bischof und Commissioner wurde am 9. Juli das dreijährige Jubiläum der Gründung des Südsudans als eigenständigem Staat gefeiert. Unser Plan, das stundenlange Geschehen aus dem Abseits im Schatten eines Mango-Baums zu betrachten ist nicht ganz aufgegangen: gleich wurden uns vom Veranstalter Plastiksessel im Bereich der wichtigen Besucher zugewiesen – aus irgendeinem Grund wurden wir der Gruppe „religious leaders“ zugeteilt.

leaking pipe

P1150201_1024Im Blaumann mit der Aufschrift „POM – borehole mechanic Kajo-Keji“ ist heute endlich ein Mechaniker dahergeradelt, um mit seinem bescheidenen Werkzeug und ebenso bescheidenen Know-How das borehole neben unserer Baustelle zu reparieren. Als großer Wasserverbraucher wurden wir gebeten, einige Arbeitskräfte  zum Heraufziehen und Hinablassen des 24 Meter langen Rohrs beizusteuern. Ganz schön lange hat’s gedauert, doch nachdem nicht nur die undichte Stelle gefunden und abgedichtet, sondern auch die vom Mechaniker im Rahmen seiner Arbeit verursachten Schäden wieder repariert worden sind, ist die Wasserversorgung unserer Baustelle jetzt wieder sichergestellt.

lehmbewurf

P1190882_1024Als erster Raum ist das zukünftige Labor dran: so wie in der traditionellen Bauweise der Kukù-people ein Holzgeflecht mit Lehm beworfen und verschmiert wird, bewerfen unsere Maurer das Stahlgitter der Deckenkonstruktion. Durch diesen Raumabschluss nach oben wird für uns die räumliche und klimatische Wirkung der gebauten Räume immer deutlicher erfahrbar.

drahteln

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Die Produktion der Fachwerksträger für die Lehmdecke stellt zwar noch immer eine Engstelle dar, doch die ersten fertigen Träger werden bereits von unseren Arbeitern ganz begeistert mit Baustahlmatten verdrahtelt und auch montiert.

not there IV

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Der Schweißtrafo funktioniert wieder –  und kurzzeitig waren sogar zwei (!) nüchterne Schweißer gleichzeitig auf der Baustelle. Doch der nachhaltige Durchbruch lässt nach wie vor auf sich warten, denn schon nach wenigen Schweißnähten gab’s einen streikenden Generator und wiedereinmal ratlose Gesichter. Nach einigen Stunden Pause, Dieselfilter-Putzen und Diesel-Filtern läuft der Generator wieder relativ gut.

not there III

Der nächste Ausfall nach Emanuel:
Da wir die Träger für die Decke bereits bald brauchen, haben wir selbst zum Schweißtrafo gegriffen. Der Erfolg war nur von kurzer Dauer,  denn bald hat sich der Schweißapparat verabschiedet. Bis er in der Missionswerkstatt in Lomin repariert wird, hat sich möglicherweise auch Emanuel von seinen beiden Monatslöhnen erholt.

fenster II

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Lange mussten wir und unsere Maurer auf die Fenster warten – heute sind die ersten fertig grundiert auf der Baustelle eingetroffen und werden bereits vermauert.

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