Archiv für den Monat Juni 2014

not there II

Matata hat es gleich gesagt: dem jungen und auf uns überaus motiviert wirkenden Schweißer Emanuel sollte man besser kein Geld geben, solange man seine Dienste noch braucht. Er habe nämlich einen Hang zum Alkohol.
Heute stehen wir ohne ihn auf der Baustelle – ob das was damit zu tun hat, dass er am Samstag zwei Monatsgehälter auf einmal ausbezahlt bekommen hat, wissen wir nicht.

not there I

Wieder einmal eine Überraschung: ein Teil des Stahls für die Deckenkonstruktion, den wir bereits im Herbst aus Kampala geliefert bekommen haben, ist plötzlich nicht mehr da. Das Material wurde nämlich in der Zwischenzeit von unserem lokalen Projektpartner versehentlich auf einer anderen Baustelle verbaut. Um nächste Woche wie geplant weiterzubauen, wird improvisiert: sämtliche Hardware-Stores in der Gegend abklappern, nachschauen, wo ähnliches Material lagernd ist und überlegen, an welchen Stellen größere oder kleinere Dimensionen eingesetzt werden können.

fenster

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Auch im workshop der Comboni-Missionare in Lomin wird geschweißt: das fehlende Material für die Fenster wurde endlich geliefert und Wurube baut draus unsere Fenster.

zickzack

P1140639_1024P1140779_1024Unter Eva’s Aufsicht läuft die Trägerproduktion für die Lehm-Stahl-Verbunddecke bereits recht gut: unser treuer Helfer Lukule biegt die Streben mit der Zickzack-Schablone, vom Schweißer Emmanuel werden die Fachwerke dann verschweißt. Unsere Versuche, ihn von den Vorteilen des Schweißschirms gegenüber der Sonnenbrille zu überzeugen, waren bis jetzt erfolglos.

überlager II

P1140655_1024Wenn schnell gemauert wird, ist es eine Herausforderung, mit dem Betonieren der Fertigteil-Überlager nachzukommen: während die ersten bereits versetzt sind, werden die letzten erst betoniert.

überlager I

P1190856_1024Die Maurer mauern schneller als gedacht: während wir noch immer darauf warten, dass die Fenster endlich fertig sind, werden über den Türen bereits die Überlager versetzt.

einkaufstour

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Während Christoph mit unseren Arbeitern fleißig weiter baut, ist David für einige Tage zum Einkaufen ins 500 km entfernten Kampala gereist. Steckdosen und Sicherungskasten, Wasserhähne und Siphons – und was sonst halt noch so von Elektriker und Installateur benötigt wird – müssen in der chaos-capital erst gefunden, gekauft, mit dem Motorradtaxi quer durch die Stadt transportiert und dann im winzigen Hotelzimmer untergebracht werden. Eingekauft wird überall: beim Großhändler, am Markt – und manchmal landet man irgendwo im Hinterhof, wo winzige Geschäfte so vollgeräumt sind, dass man sich fragen muss, wie der Verkäufer jemals wieder hinter seinem Tresen hervorklettern will.

window-level

P1190758_pan_1024Seit einer Woche wird Lehmziegel auf Lehmziegel gesetzt und mittlerweile haben die Maurer Ongwal, Onyala, Dennis und David schon das  „window-level“ erreicht. Ein Teil des Materials für die Fenster befindet sich zwar noch in Kampala, doch ein Teil der Türzargen wurde bereits vom Comboni-Workshop in Lomin auf die Baustelle transportiert und vermauert.

feiner sand

feiner_SandMehrere unterschiedliche Arten von Sand haben wir zur Verfügung: Riversand aus Mondikolok, Riversand aus Jalimo und Pitsand aus Mondikolok. Je nach Erfordernis wird der entsprechende Sand eingesetzt – und wenn nötig auch noch gesiebt.

besucher

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Irgendjemand besucht uns meistens auf unserer Baustelle: am Weg zum Markt, zum Wasserholen, zur Schule, oder einfach nur so. Einer unserer treuesten Besucher ist der taubstumme Moses, der seine Zeit gern bei uns verbringt und unsere Bauabläufe genau beobachtet und in aufgeregten Gesten kommentiert.

contract

P1190687_1024„Contract“ heißt das Zauberwort, mit dem der Ziegeltransport von unserem ca. 100 Meter entfernten Lagerraum bis unters Dach nun gut funktioniert: nach eigenem Wunsch werden die Arbeiter nicht mehr pro Tag, sondern nach Anzahl der transportierten Lehmziegel bezahlt. Und plötzlich geht viel mehr weiter. Gleichzeitig sind auch die Maurer schon am Werk.

firstfeier

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Von den Ohren und Augen übern Magen bis zu Darm und Hoden: zur Feier des Tages wurde unser Johnny von einigen hilfsbereiten Nachbarinnen komplett verkocht – unser Dank an unsere Arbeiter, die mit uns die beiden Dächer und inzwischen auch schon sämtliche Bodenplatten fertiggestellt haben.
Einen Dank für die Mithilfe schicken wir auch heimwärts an Sepp, Martin, Toni, Manfred, Bartl, Hubert, Maria und Jakob, die uns tatkräftig am Bau unterstützt haben.

johnny

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Während unsere Nachbarin Annette am Markt von Mondikolok bereits Zwiebeln und Tomaten kauft, beobachtet unser Johnny noch frohen Mutes, wie gerade die letzten Quadratmeter unserer Bodenplatten betoniert werden. Wenn er nur wüsste…

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