Archiv für den Monat April 2014

sonderanfertigung

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Christoph ist in Lomin geblieben und baut gemeinsam mit den Arbeitern im metal-workshop der Missionsstation Lomin die Prototypen für Fenster und Türen. Die Details können direkt in der Werkstatt mit den Facharbeitern weiterentwickelt und gleich 1:1 ausprobiert werden – ein Luxus, den wir zu schätzen wissen!
So werden zum Beispiel die Bänder für die Fenster auf der hauseigenen Drehbank nach Anleitung von Sepp und Martin gefertigt.

zurück in mondikolok

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Nach der verlängerten Oster-Pause sind David und Jakob zurück in Mondikolok und haben die Zimmer in der Kirche direkt neben der Baustelle wieder bezogen. Zurück ist auch das einfache Baustellenleben: Wasser wird vom Borehole geholt, gekocht wird natürlich am offenen Feuer.

planen und bauen

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Auf der Baustelle ist letzte Woche zwar nicht so viel weitergegangen wie geplant, doch wir sind trotzdem fest am Arbeiten. Eine Menge Organisation, Kommunikation und Planung ist nebenbei immer wieder zu Erledigen: Details werden entwickelt, Infrastruktur wird geplant, Baumaterial wird gekauft, Löhne werden verhandelt, Mangokuchen wird gebacken!

wieder frei

Unser Polier Matata ist normalerweise immer fröhlich, er spricht laut und selbstbewusst, lacht viel und gerne.
Heute nicht. Mit leiser, schüchterner Stimme berichtet er verstört und noch sichtlich gezeichnet, wie er die vergangenen fünf Tagen in einem südsudanesischen Gefängnis verbracht hat: er erzählt  von Gummibändern und  Motorradketten, mit denen er gefesselt wurde, von einer kargen, nicht ausreichenden Mahlzeit pro Tag, von den fünf Tagen ohne Waschmöglichkeit  – und davon, dass Facharbeiter aus dem benachbarten Uganda (wie er selbst) in diesem weitgehend gesetzlosen Land immer wieder schikaniert werden.
„But this is the country of South Sudan, there is no law“ meint er resignierend, und dass er eigentlich nicht mehr länger in diesem Land bleiben möchte.

arrested

Die Liste der eigenartigen Dinge, die einem passieren können wenn man im Südsudan baut (und die unseren Baufortschritt möglicherweise ein bisschen verzögern könnten) ist wieder einmal um einen kuriosen Eintrag reicher:
Am Ostersonntag wurde unser Polier Matata verhaftet! Doch nicht, weil ihm selbst ein Verbrechen vorgeworfen wird, sondern weil einer seiner Freunde angeblich vor der Polizei geflohen sein soll – und weil der Gesuchte noch immer flüchtig ist, wurde inzwischen einfach Matata an seiner Stelle eingesperrt.

betoniert wird

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wasser marsch II

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Wieder einmal das Wasser: obwohl die Entfernung von unserer Baustelle bis zum borehole keine 100 Meter beträgt, ist es nicht so leicht, eine ausreichende Wasserversorgung zum Betonieren der Fundamentsohlen herzustellen – doch zum Glück gibt es vom borehole bis zum Beton-Misch-Platzl ein leichtes Gefälle – zum Glück gibt es in unserem Materiallager eine lange dicke Wasserleitung (die später für Elektroinstallationen dienen wird) – und zum Glück lieben wir es, zu improvisieren!

aufwärts

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Ab heute gibt’s in Mondikolok wieder eine Sensation: das erste fast 3x12m große und ca. 800kg schwere Teilstück der zweiten Dachkonstruktion wurde mit reiner Muskelkraft aufgezogen. Rundum sind alle begeistert – und unsere beiden Zimmerer Francis und Ocan freuen sich über die leuchtgrünen „Bauhelme“. Danke an die Bergrettung Lienz!

maßarbeit

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Mit Martins Stützen-Schneid-Schablone haben Jakob, Ocan und Francis die Teakstützen fürs zweite Dach in den letzten Tagen vorgefertigt. Wie immer wenn’s um Geräte mit viel Lärm geht, wurde die Millimeterarbeit mit der Motorsäge natürlich von den Schulkindern der benachbarten Primary School mitverfolgt.

ausg’steckt is!

P1190182_1024Noch während Matata mit dem Ausstecken der Fundamente beschäftigt war, wurde schon losgegraben. In den nächsten Wochen werden hier die Fundamente für den Massivbau entstehen – und nebenbei sehen wir zum ersten Mal, wie auch der Grundriss im Maßstab 1:1 so langsam Realität wird.

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