Archiv für den Monat Oktober 2013

mittagessen auf der baustelle

Wo jeden Tag betoniert und ein Stützenfuß nach dem anderen einbetoniert wird, braucht’s natürlich zwischendurch auch eine Stärkung: Ilong (Mais- oder Hirsebrei) und Janjaro (Bohnen) sind das tägliche Mittagessen der Arbeiter auf der Baustelle – und das natürlich authentisch ohne Besteck!

schwertransport

Mit Polizeieskorte sind die ersten sechs Fachwerksträger vom woodworkshop in Lomin über die regenzeitliche Schlammstraße auf den Bauplatz in Lomin transportiert und von genügend Helfern auf- und abgeladen worden. Einzige Panne: beim Motorrad vom eskortierenden Verkehrspolizisten ist auf halber Strecke der Sprit ausgegangen, sodass er doch als vierter Passagier in den LKW gewechselt hat.

traditionelle heilkunst

Der Betriebsstart des Healthcarecentres Mondikolok wird zwar noch einige Monate auf sich warten lassen, in der Zwischenzeit sind wir hier auf der Baustelle jedoch bestens versorgt: Nach dem Kontakt mit einer wild gewordenen Bohrmaschine hat Matata gleich das von der Großmutter überlieferte traditionelle Wissen angewandt – denn auch gegen eine verstauchte Hand ist ein Kraut gewachsen.

punktfundamente

Es ist soweit: die ersten vier Punktfundamente sind heute betoniert worden. Unter Matata’s strenger Anleitung haben unsere hochmotivierten Arbeiter – erstaunlich gut und ebenso erstaunlich schnell – die ersten Kubikmeter Beton per Hand gemischt und eingebracht.

hochzeit in mondikolok

Sonntagsprogramm nach einer anstrengenden Arbeitswoche: die Hochzeit von unserem Freund Joseph Lodu in Mondikolok. Zwar war’s keine traditionelle Kukú-Hochzeit, sondern die katholische Variante, doch trotzdem ein spannendes und einprägsames Erlebnis. Sepp, Bartl, Martin und wir beide haben fest mitgefeiert, mitgegessen, mitgetanzt – und dem Brautpaar ein Huhn geschenkt (von Martin ebenso stilgerecht am Kopf durch die Kirche getragen wie von den Frauen am Foto…).

im metal-workshop

Noch immer sind wir – mittlerweile mit einem um gutes Geld angemieteten Traktor – damit beschäftigt, die Teak-Stützen aus dem Busch zu befördern. Doch zum Glück gibt’s neben dieser recht mühsamen und langwierigen Arbeit an anderen Fronten schnellere Fortschritte: die 22 Stützenfüße wurden von Sepp schon gefertigt und diverse andere Stahlteile werden von Godfrey im metal-workshop bereits geschweißt und geschliffen.

mahagoni 1:1

Fast 12 m lang, rund 300 kg schwer und aus massivem Mahagoni-Holz: die Vorfertigung unserer Fachwerksträger ist mittlerweile angelaufen und schon in vollem Gang. Als ebenen, so halbwegs vor Sonne und Regen geschützten Arbeitsplatz zum Sägen, Bohren und Schrauben nutzen Johnson, Francis und Martin die überdachte Terrasse von Lady Lomin’s weaving-workshop. Einziger Querverkehr: Weberinnen am Weg zum Garn färben und neugierige Kinder.

wenn’s nacht wird im busch

Der gestrige Ausflug in den Busch zum Teak-Stützen holen hat doch länger gedauert als geplant: gegen Mitternacht mussten meine 13 einheimischen Begleiter und ich den im aufgeweichten Boden immer wieder steckengebliebenen LKW mit defekter Kupplung zurücklassen. Zwischen drei Meter hohem Gras – in dem sich Leoparden, Antilopen usw. gut versteckt haben – sind wir schlussendlich bei Nieselregen durchs stockfinstere Buschland in Richtung Hauptstraße gewandert.
Doch auch wenn derartige Situationen im Moment oft recht mühsam erscheinen, sind’s schlussendlich beeindruckende Erlebnisse, die man – sogar schon am nächsten Tag – nicht missen möchte.

lieferschein

Der Lieferschein unserer ersten Schotterlieferung.

los geht’s

Das Schnurgerüst steht, die ersten Punktfundamente sind eingemessen und ausgesteckt – und schon werden von einigen Arbeitern aus Mondikolok die ersten Löcher gegraben. Zeitgleich bringt Yuma bereits mit dem LKW Schotter und Sand, sodass wir bald mit dem Betonieren der ersten Fundamente loslegen können.

meeting unterm mangobaum

Zur Durchführung unseres Projekts wurden von der Bevölkerung gleich zu Beginn einige Committees gegründet – denn ohne Committees und zahlreichen Meetings geht hier gar nichts. Da gibt’s zum Beispiel das "Catering-Committee", welches für die Verpflegung der Arbeiter zuständig sein sollte, ein eigenes Committee zur Recherche, wo es günstigen Schotter bzw. Sand gibt, und und und…
In wichtigen Meetings mit diversen Committees, deren Chairmen und Ober-Chairman Joseph (der zufälligerweise am Grundstück wohnt) werden immer wieder wichtige Fragen geklärt, Informationen ausgetauscht, Termine koordiniert und natürlich auch Entwurf und Bautechnik besprochen. So zum Beispiel auch letzten Freitag unterm großen Mangobaum. Dabei war vor allem unser Modell nicht nur ein Hingucker, sondern hat sich auch als geeignetes Medium zur Illustration von Entwurf, Konstruktion und Bauablauf erwiesen.

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